Carsten Strzoda

Bürgermeister der Gemeinde Espenau

ZKD

Bohranstich für Tiefbrunnen IV zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet

Im Rahmen eines „kleinen Bohranstiches“ wurde – unter Beteiligung der Mitglieder der Verbandsversammlung und des Verbandsvorstandes – in der vergangenen Woche mit den baulichen Arbeiten zur Brunnenbohrung begonnen. Der Zweckverband Kommunale Dienste Immenhausen-Espenau (ZKD) stellt in den Stadt-/Gemeindegebieten von Immenhausen und Espenau die Trinkwasserversorgung sicher. Zur Trinkwasserversorgung werden im Versorgungsgebiet aktuell drei Wassergewinnungsanlagen betrieben. Die jährliche Fördermenge liegt z. Zt. bei ca. 620.000 m³ für insgesamt 12.160 Einwohner.

Im 1965 errichteten Brunnen TB I Waitzrodt wurde im Zuge von Revisionsarbeiten am Brunnen Lochkorrosion an den verbauten und zementierten Stahl-Sperrrohren festgestellt. Die Lochstellen wurden durch Einschubverrohrungen gesichert. Das heißt nichts anderes, als das man ein Rohr mit etwas geringerem Durchmesser in das vorhandene Rohr geschoben hat und somit die benötigte Dichtigkeit wieder hergestellt hat. Hydrochemische Veränderungen im gefassten Grundwasser weisen auf einen Zufluss von oberflächennahem Grundwasser hin. Aus dem genannten Grunde wird eine Ersatzbohrung für den Brunnen TB I Waitzrodt niedergebracht. Die geplante Erkundungs-/Aufschlussbohrung befindet sich ca. 2 km südöstlich der Ortslage Immenhausen in einer Feldflur.

Ziel der Baumaßnahme ist es, die kommunale Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Das Baukonzept sieht vor, dass am geplanten Standort eine 275 m tiefe Aufschlussbohrung zur Erkundung der Untergrundverhältnisse niedergebracht wird. In Abhängigkeit von den Untersuchungs-/Testergebnissen wird die Erkundungsbohrung entweder aufgeweitet und zum Förderbrunnen (Brunnen TB IV) ausgebaut oder sachgerecht rückgebaut und verwahrt.

Im Zuge der Überwachung und  Kontrolle der Brunnen TB I Waitzrodt und TB II Waitzrodt hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung durch Trübstoffe aus dem Bohrprozess, wird in den Brunnen die Trübung und elektrische Leitfähigkeit kontinuierlich gemessen.

Die Planung für die (Erkundungs-)Bohrung sieht vor, dass im oberen Bereich die Bohrung im Trockenbohrverfahren (Greiferbohrung) niedergebracht wird. Gebirgsabhängig und tiefenabhängig wird das Bohrverfahren auf ein Drehbohrverfahren (Rotarybohrung) umgestellt. Bei erfolgreicher Erkundungsbohrung wird die Bohrung zum Brunnen aufgeweitet.

Lokal ist das Grundwasser in den Buntsandstein-Schichten auf die Fulda als Vorflut eingestellt. Das ergiebige und als Trinkwasser nutzbare Grundwasservorkommen wird am Brunnenstandort in einer Tiefe ca. 160 m u. Gelände erwartet. Als Gesamtinvestitionskosten werden 1.1 Mio. EUR erwartet.

Die Bohrarbeiten für die Erkundungsbohrung einschl. Testarbeiten sollten bis Ende August abgeschlossen sein. Nachfolgend ist die Hauptbohrung durch Aufweiten der Erkundungsbohrung und der abschließende Brunnenausbau vorgesehen. Diese Arbeiten sollten bis Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Von links nach rechts
Dipl.-Geol. Jens Klaassen, Ingenieurbüro HPC Fuldatal, Dipl.-Ing. Bettina Senke, Eugen Engert GmbH, Bernd Horstmann , ZKD, Bürgermeister Carsten Strzoda, Verbandsvorsitzender, Helmut Opfermann Verbandsvorstand, Dirk Hartmann ZKD, Hannes Schmidt, Eugen Engert GmbH und Erich Behrend, Verbandsvorstand

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